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D A I L Y   T R E K

Ausgabe 2000  +++  Ausgabe 2000  +++  Ausgabe 2000

[ Der tägliche Newsletter des TrekZone Networks ]

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Ausgabe 2000                                         9. März 2005                                                 ISSN 1684-7369

 

  [ INHALT ]

 > INTRO

   To boldly go

 > DAILY TREK NEWS

   + "Enterprise" wird nicht von Spike TV übernommen

 > FOCUS

   Wir sind das Fandom!

 > READER'S CORNER

 > SF-ZONE NEWS

   + NEWSbits: "Night Stalker", "No Man's Land"

 > IN SPACE NEWS

   + Die Jagd auf Asteroiden geht weiter

   + Jupiter reflektiert Rückseite der Sonne

   + 135.000 wollen Reise in den Weltraum gewinnen

 > IMPRESSUM

 

__[ INTRO - To boldly go ]_______________________________________

                                             von Henning Koonert

Liebe Leserinnen und Leser,

heute ist ein besonderer Tag. Während wir mittlerweile vielleicht mit ein wenig Arroganz Jubiläumsausgaben mit einer runden Hunderterzahl als gegeben und nichts großartig Feiernswertes hinnehmen, weil sie für uns so häufig geworden sind, so bleibt das Erreichen der 2000. Ausgabe doch etwas Besonderes, ja, eigentlich sogar etwas Einmaliges.

Ich habe gerade mal ins Archiv geschaut, wann ich meinen ersten "Daily Trek" als Chefredakteur geschrieben habe. Das war am 25. Oktober 2002 und die Nummer 1171. Dies ist also auch mein erstes Tausender-Jubiläum; puh, eine gewaltige Zahl, oder? Viel hat sich seitdem verändert, sowohl bei mir persönlich als auch im "Star Trek"-Umfeld. Und ich denke, das geht auch Ihnen nicht anders, auch bei Ihnen wird sich einiges getan haben. Aber die Zeit ist kein uns verfolgendes Raubtier, sondern ein ständiger Begleiter, der uns an die Einzigartigkeit jedes Augenblicks erinnert, nicht wahr?

Um in einem veränderten Umfeld zurechtzukommen, hat sich auch der "Daily Trek" verändert und danken möchte ich an dieser Stelle den Leserinnen und Lesern, die diesen Newsletter seit den letzten tausend Ausgaben oder vielleicht sogar schon viel länger abonniert haben - und natürlich denen, die den "Daily Trek" seitdem neu für sich entdeckt haben und als Abonnenten dazugestoßen sind. Denn für Sie machen wir das Ganze hier schließlich, und es macht Spaß, das Ganze hier für Sie zu machen! Danken möchte ich auch ganz herzlich den vielen TZNlern, die im Laufe der Zeit ihren Beitrag als Newsredakteur, Abschlussredakteur, Kolumnist oder Helferlein hinter den Kulissen geleistet haben, denen, die gekommen und wieder gegangen und besonders denen, die geblieben sind. Eure Beiträge haben mich manches Mal motiviert, in bewunderndes Erstaunen versetzt und sie haben maßgeblich dazu beigetragen, dass dieser Letter täglich mehr als 4000 Menschen eine kleine Freude macht. Danke Leute!

Ja, Sie merken es, ich bin stolz und ein wenig gerührt angesichts der heutigen Ausgabe. Dazu reicht manchmal schon ein Blick ins Impressum, da ganz unten hin, wo eigentlich kaum jemand hinschaut, da steht nämlich die Auflagenzahl, die ich für einen täglichen Newsletter beachtlich finde. Stolz sollte meiner Meinung nach aber auch immer mit einem Stück Demut einhergehen, damit man nicht den Boden unter den Füßen verliert. Und so bin ich mir beim Schreiben dieser Zeilen bewusst, dass ich diese heute nur schreiben kann, weil vor mir Lorenz Ulrich, Martin Emberger und David Langkamp als Chefredakteure des "Daily Treks" Beachtliches geleistet haben. Falls ihr die Zeilen heute lest: Ohne eure Hingabe hätten wir heute niemals da ankommen können, wo wir jetzt sind!

Viel hat sich verändert und so auch das Trek-Fandom. Auf dieses wirft Herausgeberin Marianne Jaffke übrigens heute im Focus, dessen Lektüre ich Ihnen wärmstens empfehle, ihren Blick. In der oben erwähnten Ausgabe 1171 gab es gerade neue Informationen zur "Enterprise"-Folge "Morgengrauen" aus der zweiten Staffel und man freute sich auf viele neue Abenteuer von Captain Archer und seiner Crew. Gestern war der letzte Drehtag der Serie und die Zukunft des Franchise liegt im Ungewissen.

Der Kampf derjeniger, die das nicht hinnehmen wollen, die sich für eine 5. Staffel von "Enterprise" einsetzen, weil sie die Absetzung der Serie für ungerechtfertigt halten, beeindruckt mich zutiefst. Und sie macht mich stolz, ein Teil eines Fandoms sein zu dürfen, das für seine Ziele kämpft, auch wenn diese nicht immer für jeden die gleichen sind. Ich glaube, auch der Einsatz und die Hartnäckigkeit, mit dem Trekkies für das kämpfen, an das sie glauben, hebt dieses Fandom von vielen anderen ab.

Noch schöner ist es, wenn der Einsatz so wie jetzt belohnt wird. Es gibt einen Etappensieg zu feiern: Die Entscheidung, die "Enterprise"-Sets abzureißen, wurde rückgängig gemacht. Erst einmal bleiben sie alle erhalten und werden eingelagert. Dies heißt aber noch nicht, dass Paramount überzeugt ist, die Serie doch noch wieder zurückzuholen, obwohl laut TrekUnited-Aussagen verschiedene Sender prinzipiell Interesse an einer Ausstrahlung hätten, dies aber von einem Angebot von Paramount abhänge, das das Studio offenbar noch nicht machen will.

Liebe Leserinnen und Leser, diese Ereignisse zeigen eines: Das "Star Trek"-Franchise bleibt spannend wie eh und je. Und wir werden unser Bestes geben, um Sie auch in Zukunft umfassend und aktuell über alles Wichtige zu informieren.

Auf die nächsten 1701 Jahre "Daily Trek"!

Keep on trekkin'

 Henning Koonert

 Chefredakteur

 

 

__[ DAILY TREK NEWS ]____________________________________________

                                               www.daily-trek.de

 > "Enterprise" wird nicht von Spike TV übernommen

Während letzte Woche noch eine große Zeitung Gerüchte verbreitete, dass der amerikanische Science-Fiction-Fernsehsender Spike TV "Star Trek: Enterprise" für eine fünfte Staffel übernehmen würde, wird nun ausgesagt, dass solche Behauptungen verfrüht gewesen seien.

Die Sprecherin von Spike TV, Debra Fazio, sagte letzten Freitag in "The Boston Herald", dass die Aufnahme von "Enterprise" definitiv etwas sei, wonach man suchen würde, vor allem, weil man genau wüsste, wie groß die Hingabe der Fans sei. Spike hat in den USA bereits die Wiederholungen der Serien "Next Generation" und "Deep Space Nine" ausgestrahlt und besitzt die Rechte, im nächsten Jahr "Voyager" zu zeigen. Es wäre, so die Sprecherin, ein ideales Programm, wenn man noch eine weitere Staffel von "Enterprise" haben könnte.

Fazio teilte dem "Milwaukee Journal-Sentinel" allerdings mit, dass die Network-Bosse derzeit "nicht aktiv daran arbeiten würden, die Serie zu Spike zu holen".

Das "Sci-Fi Wire Magazine", das von dem Sender Sci Fi Channel herausgegeben wird, der ebenfalls ein oft erwähnter Kandidat für eine Fortführung von "Enterprise" ist, erklärte, dass Fazios Statement missverstanden wurde. "Wir können noch nicht Ja oder Nein sagen, bis es kein konkretes Angebot des Networks gibt, und genau das ist noch nicht geschehen."

Trotz des Angebots für Paramount, die Serie durch Spendengelder der Fans von drei Millionen Dollar zu retten, sagte UPN gegenüber dem "Boston Herald", dass die Serie unwiderruflich abgesetzt sei, und Produzent Rick Berman merkte erst kürzlich an, dass er glaube, die Serie sei zu teuer, um sie für ein Kabel-Network zu produzieren.

(ka)

 

 

 

__[ FOCUS - Wir sind das Fandom! ]_______________________________

                                             von Marianne Jaffke

Das Genre der Science-Fiction, die Entwicklung des "Star Trek"-Phänomens, die gesundheitsschädigende Arbeit am TrekZone Network und die ihrer Nachbarseiten. Alles eins, liebe Leser. Alles eins. Alles Fandom. Und das ist auch gut so. Behaupte ich. Es folgen die letzten Worte einer grinsenden Herausgeberin.

Erlauben Sie mir eine kleine Geschichte: Es gab da einmal - im Jahre 1997 - einen Newsletter namens "Incoming Message". Den Begriff kennt man ja. Er blinkt ab und wann auf den Bildschirmen gewisser Sternenflottenoffiziere. Ein passender Titel also für einen "Star Trek"-Newsletter. Nur war die "Incoming Message" niemals nur ein "Star Trek"-Newsletter. Genauso wenig wie der "Daily Trek".

Und da sind wir auch schon beim Stichwort. Denn, wissen Sie, es gab da auch mal einen Newsletter desselben Namens. Er war Teil einer kleinen Nachrichtenseite, die ebenso "Daily Trek" hieß - der ersten im deutschsprachigen Web mit täglichen News zum entsprechenden Thema. Er ward geboren ein Jahr nach der "Incoming Message" und informiert seither täglich über die Geschehnisse in der modernen Raumfahrt und Phantastik.

Bald lernten sich die Redaktionen des "Daily Trek"-Newsletters und der "Incoming Message" kennen, fusionierten, traten in Kontakt mit den englischsprachigen Nachbarn von der TrekNation.com und kreierten gemeinsam das, woraus heute das TrekZone Network geworden ist. Dieses große, unübersichtliche Etwas, das nicht nur "Star Trek"-Fans, sondern eben auch Weltraumgucker und sonstige Fantasten bedient: Vier Newsletter tun mittlerweile ihr Werk (wenn man den der Kollegen vom Raumfahrer.net mit einrechnet).

Mehr als zehn Domains belegen wir, mehr als zehn TrekZone-eigene Arbeitsgruppen beliefern mehr als zehn verschiedene große und kleine Lesergruppen. Eine 300 Zeilen lange Liste mit Namen von Freizeitredakteuren, die kamen und gingen, hängt an meiner Wand. Das machen wir hier nämlich so: Wir kommen und gehen. Es gibt keinen Chef, keinen Besitzer, keinen beständigen Kern. Astronomiebegeisterte und Freunde der modernen Phantastik beamen einfach an Bord, machen irgendwas - schreiben, webmastern, designen, organisieren, übersetzen - und bleiben oder sie bleiben nicht (die Ressourcen Zeit und Lebensenergie sind Richtwert); wenn sie bleiben, enden sie meistens irgendwann in der Networkleitung. Manchmal werden sie auch erwachsen und geben das Zepter weiter; so läuft das hier.

Und wissen Sie was? Ich bin stolz. Selbst auf den größten Unfug. Denn Unfug haben wir gemacht. Immer wieder einmal. Doch sind wir gut im Aus-Fehlern-Lernen, will ich behaupten.

Mal Tacheles: Ich bin stolz auf die gesamte Entwicklung der SF-Webseiten-Landschaft in unseren Breiten. TrekZone ist schließlich nur ein kleiner Teil. Aber irgendwie verwandt mit allen anderen. Entweder sind unsere Mitarbeiter auch Mitarbeiter bei Anlieger-Magazinen und umgedreht, oder wir sind schlichtweg partnerschaftlich verbrüdert. Es existieren ausgezeichnete Webseiten, die ehemalige (aber auch aktive) TrekZoner einst online stellten und die wir heute hochgemut und respektvoll Konkurrenz nennen, während unser Grinsen von einem Ohr zum anderen reicht.

Es gibt viele Seiten außerhalb der Verwandtschaft, die uns in einigen Bereichen mittlerweile voraus sind - oder immer voraus waren. In solchen Fällen schwillt mir die Brust an, sobald ich unseren Networknamen in ihren Publikationen lese oder über sieben Ecken erfahre, ein gewisser Chefredakteur habe mit seinen Autoren geschimpft, warum er "das" aus einem TrekZone-Newsletter erfahren musste.

Anlässlich der 2000. TrekZone-Publikation richte ich meinen Gruß nicht nur an unsere Leser und die eigenen Mitarbeiter, sondern auch an die werte Nachbarschaft: An all die anderen merkwürdigen Menschenkinder, die so sind wie wir, die ohne materiellen Lohn ebenfalls zwei bis zehn Stunden täglich am Rechner hocken, um so einer Bande von anonymen Konsumenten - ja, liebe Leser, ich meine Sie! - was Informatives auf den Browser, den Medienplayer und in die Posteingänge zu schicken.

Ich spreche von den Kollegen des urgesteinigen CORONA-Newsletters, meinem persönlichen Richtwert, was gute Kolumnen angeht. Und von den Jungs und Mädels rund ums SF-Radio.net, von denen sich unsere Non-Trek-Newsrubrik (SF-Zone.de) in Sachen Aktualität noch eine Scheibe abschneiden kann. Mindestens. Ich spreche von der groß anpackenden Redaktion bei TrekNews.de und vom Team der augenfreundlichsten Trek-Community, Voyager-Center.de. Ich spreche freilich auch vom StarTrek-Index.de, den netten Cousins von nebenan. Nicht zu vergessen ist da dieser virtuelle Beweis, dass Trekkies nicht nur todernste, sondern professionelle Spinner sind: STUS.de. Will sagen, Humor haben.

Um die weitere Aufzählung optisch angenehmer zu gestalten: Helau und die besten Grüße an die nahe und ferne Fandomfamilie, an die alten Hasen und an die neuen Großen...

+ Batmannews.de

+ BattlestarFanclub.de

+ Bereitsgesehen.de

+ DailyTrek.de (ja, ja, *seufz*)

+ Dreamgates.de

+ Epilog.de

+ Federation-News.de

+ Goldkanal.de

+ SF-Community.de

+ SF-Film.de

+ SF-Flash.de

+ Slayerverse.de

+ ST-CCG.de

+ Stargate-Planet.de

+ Stargate-Projekt.de

+ StarTrekArchiv.com

+ StarTrekGames.de

+ StarWars-Union.de

+ Warp-Online.de

+ XFiles-Mania.de

Zu guter Letzt denke ich natürlich auch an die Mama der deutschen Nachrichtenseiten unseres Genres: Phantastik-News.de. Hut ab, die Herren Menke und Latz.

Wir alle werden sicherlich an Herzinfarkt sterben. Vor dem Computer. Weil irgendein Redakteur die Deadline mal wieder nicht einhalten konnte. Aber das ist egal. Hauptsache, die Maschine wird gefüttert. Hauptsache, News und Artikel erscheinen rechtzeitig. 

Wir sind das Fandom!

Wir - das schließt alle Bücherwürmer und Nachrichtenleseratten da draußen mit ein. Und freilich auch jene Kommerzkinder, die uns regelmäßig ihre gedruckten Magazine bescheren und dafür Sorge tragen, dass es jährlich viele gute Conventions in Mitteleuropa gibt. Danke sehr.

Möge die Einstellung von "Enterprise" dem "Star Trek"-Monstrum keinen bleibenden Schaden zufügen. Möge die restliche Science-Fiction alle erduldeten "Star Trek"-Klischees verzeihen. Möge das schöne Genre endlich wieder erblühen (ich halte die neue "Galactica"-Serie für den ersten Silberstreif). Möge das Fandom gesund bleiben und immer weiter neue, potenzielle Mitarbeiter in die Welt setzen.

Liebe Leser, Ausgabe 2000 kommt mir gerade recht. So soll es also geschehen: Ab morgen weht ein neuer Wind. Der Wind Schweizer Gelassenheit. Die Ausgabe 2001 der "Daily Trek"-Reihe wird einen neuen Herausgeber begrüßen. Michael Müller ist von da an offiziell verantwortlich für dieses große, unübersichtliche Etwas, in dem ich weiterhin herum(w)irren werde. Denn im Grunde meines Herzens bin ich lieber die gescheuchte Redakteurin als die scheuchende Herausgeberin. Ich verabschiede mich also nicht wirklich, sondern bleibe Ihnen erhalten (und das war der angekündigte Haken).

Mit freundlichen Grüßen

Marianne Jaffke

Herausgeberin TrekZone Network;

das Leben ist schön!

PS: Die Herren Emberger (SF-Zone-Pionier), Glotz ("Daily Trek Weekend"-Urgestein), Langkamp (InSpace-Pionier), Luchs (R. vom Dienst), Müller (der letzte Gentleman und TZN-Fadenzieher), Podehl (LIT-Erat), Renner ("Incoming Message"-Gründer), Stockfisch (TZN-Langzeitingenieur & selbsthaftender Schaftbolzen), Ulrich ("Daily Trek"-Gründer) und Urban (Raumfahrer.net-Initiator) - einen angenehmen Tag wünsche ich. 2000 ist eine schöne Nummer, oder? Vor allen Dingen die Nullen...

PPS: Gibts eigentlich irgendwo noch aktive Fans der Zahl 42? Bitte melden. DurchdieGalaxis.de schläft langsam ein.

 

 

__[ READER'S CORNER ]____________________________________________

                                         leserbriefe@trekzone.de

 > Zu Sabines Leserbrief in "Daily Trek" 1988

Liebe Sabine!

Ich kann dir in diesem Punkt nur zustimmen! Ist es nicht erstaunlich, wie intolerant sich ausgerechnet die selbst ernannten "Fans" einer Sci-Fi-Serie verhalten und äußern, deren Schöpfer sich allen anderen Dingen zuoberst für Toleranz und Akzeptanz eingesetzt hat? Auch ich glaube, Gene Roddenberry würde sich so manches Mal wundern, welche Zuschauerschaft sein Erbe anzieht - obgleich ja auch Roddenberry bekanntermaßen (und auch nach eigenem Bekunden) nicht frei von Vorurteilen war. Dennoch...

Zu Zeiten kurz vor dem Golfkrieg war ich etwas aktiver in einem großen, US-amerikanischen "Star Trek"-Forum. Was mir damals dort entgegenschlug, waren nicht Akzeptanz und Verständnis, sondern Ignoranz, Engstirnigkeit und Chauvinismus der höchst US-amerikanischen Art. Nicht von allen dort, nicht von den meisten, aber doch von bemerkenswert vielen Forums-Aktiven.

"Wer zu tolerant ist, gibt sich selbst auf." Dieser Spruch ist sicherlich wahr. Und so meine ich auch, dass eher Akzeptanz der Schlüssel zu einem friedlichen und verständnisvollen, lehrreichen Miteinander ist. Wer nur toleriert, ist nun mal nicht zum Verstehen gezwungen. Andererseits kann man hingegen sehr wohl verstehen, ohne sich das Verstandene zueigen, also zur eigenen Ansicht und Meinung zu machen.

Am Ende dürfte es das Verstehen sein, die Quintessenz aus Toleranz und Akzeptanz. Mit einigem Nachdenken und dem Aneignen von genügend umfangreichem Wissen kann man das Verhalten von radikalislamistischen Selbstmord-Attentätern durchaus verstehen, ohne es sogleich akzeptieren oder - unwissend - tolerieren zu müssen. Somit ist die Erkenntnis aus dem Verstehen das, wonach wir alle ein bisschen mehr streben sollten.

Ich glaube ganz fest daran, dass jemand wie Gene Roddenberry niemanden zu einem Idioten machen wollte, der für alles Verständnis hat. Ich glaube vielmehr, dass er dazu anregen wollte, unter ungewöhnlichen, neuen Umständen über die Aneignung von Wissen zum Verstehen zu gelangen, das in Erkenntnis münden sollte. Selbst, wenn ich die Erkenntnis habe, dass mein Nachbar ein Vollidiot ist, hält mich das ja nicht davon ab, ihm kräftig eine aufs Maul zu dreschen. Aber erst die Erkenntnis versetzt mich in die Lage, eine Wahl zu haben zwischen Akzeptanz seiner Art und Weise und dem Draufkloppen.

So, und was hat dieses Stammtischphilosophen-Geschwafel nun mit "Enterprise" zu tun? Relativ einfach. In allen Serien des "Star Trek"-Franchises gab es zeitgeistige und zeitlose Anteile. Während TOS rein optisch fest in seiner Zeit verankert war, gelang es TNG und seinen Nachfolgern "Voyager" und "Deep Space Nine", etwas zeitloser zu erscheinen. "Enterprise" hingegen hatte damit zu kämpfen, trotz aller realen Fortschritte in Forschung und Technik eben wie ein Prequel von TOS zu wirken - was meiner Ansicht nach nie gelang. Aber das gilt auch für die Inhalte der jeweiligen Serien. Wieso etwa ist kein Autor von TOS auf die Idee gekommen, eine Episode über die Existenzrechte von Hologrammen zu schreiben? Es gab zwar in TOS Wesen, die wir heute als Hologramme beschreiben würden, aber die problematisierten Themen waren ganz woanders als die, die in "Voyager" durch den Doktor aufkamen.

Mit etwas Distanz findet man in jeder Serie des Franchise Verbindungen zur jeweiligen Zeit. Gab es in "TOS" mit den Klingonen noch eine eindeutig böse Seite, stellte sich dies in TNG schon differenzierter dar, etwa durch das seltene und mysteriöse Auftauchen von Romulanern, welche dann auch nicht als "eindeutig böse" dargestellt wurden, sondern eher wie China, geheimnisvoll und undurchschaubar.

"Deep Space Nine" war dann für viele Fans der beiden älteren Serien zu komplex, zu grau und zu wenig schwarz-weiß, um sich darin wieder zu finden - entstanden in einer politisch verworrenen Zeit, in der es eben kein Schwarz-Weiß mehr gab. "Voyager" schließlich spiegelte erneut den Zeitgeist wider, indem es eine scheinbar friedliche, aber irre Welt metaphorierte, in der es viele Bedrohungen gab, ganz unterschiedlicher Art, aber keinen klaren Klassenfeind, keinen politischen Gegner erster Güte, kein "Böses". (Und was ist mit den Borg? Ja, gleich.)

"Enterprise" ging zurück zu den Wurzeln, in die Zeit vor John Wayne, Clark Gable und James T. Kirk. Es war ein Experiment innerhalb des Franchises und gleichzeitig die wohl am wenigsten metaphorische Serie im Sinne des Spiegels der realen Gegenwart. Archer machte Fehler, seine Crew machte Fehler (Etwa Tucker in "Cogenitor"). Vielleicht fühl(t)en sich auch deswegen so viele "Star Trek"-Fans beleidigt, weil sie TNG über "Enterprise" entlang der Zeitlinie auf die Gegenwart heruntergerechnet und sich in der Steinzeit gefunden haben. Auch daraus rührt, denke ich, ein Problem der Akzeptanz von und des Verständnisses für "Enterprise".

Was ist denn nun mit den Borg? Ja doch! Die Borg, schätze ich, haben deswegen so eine große Anziehung, weil sie auf gewisse Weise (und entgegen meiner vorherigen Ausführungen) eben doch "das Böse" repräsentieren. Allerdings nicht die negativen Dinge eines Jahrzehnts, sondern eher das "ewig Böse", den Tod, die Vernichtung, den Untergang, die Apokalypse, gegen die sich niemand zu wehren weiß. Auch und nicht zuletzt deswegen dürften wohl viele "Star Trek"-Fans darüber sauer sein, wie leicht Janeway am Ende "ihrer" Serie die Borg besiegt hat.

Wer die Borg erfunden hat im "Star Trek"-Universum, darf sich wohl damit brüsten, für alle Zeiten den ultimativen Gegner personifiziert zu haben. Und über diese Faszination erkläre ich mir auch die "Enterprise"-Folge "Regeneration": Es war einfach zu verlockend, auch Archer mit den Borg zu konfrontieren. Nicht mit einem ganzen Kubus oder gar der Queen, sondern, passend zu seinen Fähigkeiten, mit ein paar verlorenen Drohnen, die dennoch in der Lage waren, Archers Horizont mächtig aufzumischen.

So, zum Abschluss... Ausnahmslos alle Captains von Sternenflotten-Schiffen haben sich hin und wieder unfairer Mittel bedient, um ein gutes, richtiges Ziel zu erreichen. So gesehen soll sich jeder, der mag und sich der möglichen Konsequenzen bewusst ist, die neusten "Enterprise"-Folgen aus den USA ziehen. Aber wer kritisiert, sollte wenigstens in der Lage sein, sich ab und zu aus seinem Fernseh-Sessel zu erheben, seinem Geist Flügel zu verpassen und sich neben seine eigenen Wünsche zu stellen.

Wer kritisiert, kritisiert sich im Idealfall auch immer selbst - und lernt daraus.

Carsten

 

 

__[ SF-ZONE NEWS ]_______________________________________________

                                                  www.sf-zone.de

 > NEWSbits: "Night Stalker", "No Man's Land"

Neue Science-Fiction-Thriller angekündigt: "Sunshine" und "No Man's Land". Plus: "Night Stalker" zurück im TV, und Dimension Films bringt lange verschobene Video-Sequels.

+ Serien-Remake: Der amerikanische Sender ABC plant eine Neuauflage der populären Fantasy-Serie "Night Stalker" (1974 bis 1975). Den Reporter Carl Kolchak, der übersinnlichen Vorkommnissen auf den Grund geht, spielt nach Darren McGavin nun Stuart Townsend ("Königin der Verdammten").

+ Video-Sequels: Nachdem die geplante Veröffentlichung diverser Direct-to-Video-Sequels bei Dimension Films für mehrere Monate auf Eis gelegen hat, hat das Studio nun konkrete Termine genannt. So erscheinen in den USA von Juni bis September die Horror-Titel "Hellraiser: Deader" und "Hellraiser: Hellworld", "Dracula III: Legacy" (das zweite Sequel zu "Wes Craven presents Dracula") sowie "The Prophecy: Uprising" und "The Prophecy: Forsaken", zwei Fortsetzungen der in Deutschland als "God's Army" bekannten Reihe. Alle Filme wurden kostengünstig in Rumänien produziert.

+ Projekte: Regisseur Danny Boyle ("Trainspotting") hat während einer Promo-Tour für seine neue Komödie "Millions" über seine möglichen nächsten Projekte gesprochen. So ist ein Science-Fiction-Thriller namens "Sunshine" über eine Mission zur Sonne geplant sowie eine neue Adaption zu "The Odyssey", nach der griechischen Sage von Homer. Zudem bestätigte er, dass die Planung für "28 Weeks Later" weiter laufen. In dem Sequel zum Endzeit-Hit "28 Days Later" ist Boyle diesmal nur als Produzent involviert.

+ Mord im Alien-Milieu: Die miteinander verheirateten Star-Produzenten Walter F. Parkes und Laurie McDonald ("Gladiator", "The Ring", "Men in Black II") planen einen Science-Fiction-Thriller namens "No Man's Land". Das Drehbuch dazu schrieb Les Bohem, der zuletzt mit der noch nicht im deutschen Fernsehen ausgestrahlten Miniserie "Taken" einen Erfolg feierte. In dem Film geht es um einen Cop, der auf einer von Aliens besetzten Erde in einem Mordfall ermittelt und an die Widerstandsbewegung gerät. Regisseur und Darsteller sind noch nicht gewählt.

(sm - Quelle: SciFiWire & DarkHorizons.com)

 

 

__[ IN SPACE NEWS ]______________________________________________

                                              www.raumfahrer.net

 > Die Jagd auf Asteroiden geht weiter

Die NASA plant für 2006 eine weitere spektakuläre Mission mit dem Ziel, weitere Geheimnisse über unser frühzeitliches Sonnensystem zu entschlüsseln.

Der Name der Sonde ist Dawn, Morgendämmerung. In etwas mehr als einem Jahr soll sie starten und ihren Flug zu den mächtigsten Asteroiden unseres Sonnensystems, Vesta und Ceres, antreten. Obwohl beide enorm große Asteroiden, eigentlich schon Protoplaneten, sind und beide im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter liegen, so könnten sie dennoch nicht unterschiedlicher sein.

Vesta entstand näher an der Sonne und teilt wahrscheinlich viele Eigenschaften mit den inneren Planeten unseres Sonnensystems. Wissenschaftler glauben, dass er in einer heißen, trockenen Umgebung entstand. Er könnte von Schichten aus vulkanischem Gestein bedeckt sein und einen metallischen Kern enthalten. Aber selbst die besten Bilder von Hubble zeigen nur eine verschwommene, graue Welt, die mehr Fragen aufwirft als Antworten. Dabei ist Vesta der hellste Asteroid im Sonnensystem, mit knapp 530 Kilometern Durchmesser. Man kann ihn sogar mit bloßem Auge sehen. Die Reise zu Vesta könnte sich dennoch als sehr gefährlich erweisen. "Wir wissen nur sehr wenig über Vestas innere Struktur", erklärt Chefingenieur Marc Rayman. "Er hat ein unvorhersagbares und wahrscheinlich auch sehr unregelmäßiges Schwerefeld."

Nur etwas weiter draußen, jenseits der unsichtbaren Linie, die die inneren von den äußeren Planeten trennt, befindet sich Ceres, der größte Asteroid im Sonnensystem mit 957 Kilometern Durchmesser. Im Gegensatz zu Vesta glaubt man, dass Ceres in einer kühlen, feuchten Umgebung in der Gegenwart von Wasser entstand. Das Wasser ist vermutlich noch dort, verborgen in Eiskappen, einer dünnen Atmosphäre aus Wasserdampf oder vielleicht sogar als Flüssigkeit unter der Oberfläche.

Während die meisten Objekte im Asteroidengürtel zu kleinen Felsstücken pulverisiert wurden oder Ansammlungen der verschiedensten Materialien sind, blieben Vesta und Ceres größtenteils unverändert in den letzten 4,6 Milliarden Jahren. Daher könnten beide wichtige Erkenntnisse über die Urzeit unseres Sonnensystems enthalten.

Die 370 Millionen Dollar teure Raumsonde soll im Juni 2006 starten. Nach vier oder fünf Jahren Reise (abhängig davon, ob sie einen Fly-by am Mars durchführt oder nicht) wird Dawn im Jahr 2010 oder 2011 bei Vesta ankommen. Dort wird die Sonde knapp ein Jahr den Asteroiden beobachten und Experimente durchführen. Danach fliegt sie weiter und trifft drei Jahre später mit Ceres zusammen. Dabei soll die Sonde bei beiden Asteroiden Masse, Volumen, Umdrehungsgeschwindigkeit, chemische Zusammensetzung und Schwerkraft feststellen. Nebenbei soll Dawn auch noch schöne Bilder liefern.

(mp - Quelle: UniverseToday)

 > Jupiter reflektiert Rückseite der Sonne

Die Vorhersage des Weltraumwetters ist sogar noch schwieriger als die Vorhersage auf der Erde. Bei ihren Vorhersagen müssen die Experten sich auf die Hälfte der Sonne verlassen, die ihnen gerade zugewandt ist.

Stürme, die auf der Rückseite der Sonnen entstehen, sind unsichtbar, bis sie durch die Rotation der Sonne ins Blickfeld rücken. Hier kann Jupiter helfen. Wie Wissenschaftler herausgefunden haben, reflektiert der Planet die Aktivität der Sonne. Und wenn er sich von der Erde aus gesehen jenseits der Sonne befindet, reflektiert er die Vorgänge auf der Rückseite der Sonne.

Wissenschaftler haben Röntgenstrahlen gemessen, die aus der Atmosphäre des Jupiter kamen. Diejenigen, die aus der Äquatorregion stammen, haben wahrscheinlich mit der Sonnenaktivität zu tun. Röntgenstrahlen kommen auch von der Venus, vom Mars, vom Saturn und sogar vom Mond.

"Wir haben herausgefunden, dass sich Jupiters Röntgenstrahlung mit den Emissionen der Sonne synchron verhält", sagte Anil Bhardwaj vom Marshall Space Flight Center, der die Studie der Daten vom XMM-Newton-Teleskop der ESA leitet.

Die Strahlung der Sonne und Wolken geladener Teilchen können Satelliten beschädigen und Astronauten gefährden. Auch die Besatzung der Internationalen Raumstation zieht sich während besonders starker Stürme in die innersten Bereiche der Station zurück. Sollten Menschen eines Tages zum Mars fliegen, müssen Weltraumwettersatelliten im gesamten Sonnensystem stationiert werden, warnen Wissenschaftler.

Sonnenstürme entstehen normalerweise in aktiven Regionen - Sonnenflecken mit aufgestauter magnetischer Energie. Es ist den Weltraummeteorologen nicht möglich, eine Sturmgefahr einzuschätzen, solange die Sonnenflecken außer Sicht sind. Sonnenflecken können während der zwei Wochen, die sie von der Erde aus nicht beobachtbar sind, schnell wachsen oder schrumpfen.

"Während Jupiter die Sonne umkreist, hoffen wir mehr über die aktiven Gebiete der Sonne herauszufinden indem wir die Röntgenstrahlung untersuchen", sagte Graziella Branduardi-Raymont vom University College London. "Wenn ein starker Sonnenausbruch erfolgt, können wir möglicherweise eine Reflektion von Jupiter entdecken, ohne dass die Eruption selbst zu diesem Zeitpunkt sichtbar ist."

(if - Quelle: PPARC)

 > 135.000 wollen Reise in den Weltraum gewinnen

Während der Fernsehübertragung des Superbowl wurde ein Werbespot von Volvo übertragen, in dem ein Sports Utility Vehicle von Volvo mit einer startenden Rakete verglichen wurde.

Die Boldly Go genannte Kampagne umfasste auch ein Preisausschreiben mit einer Reise an den Rand der Erdatmosphäre als Hauptgewinn. Das Unternehmen bezeichnet die Kampagne inzwischen als "Volvos erfolgreichste kombinierte Marketingkampagne". Die erzielte Publicity sei mehr als doppelt so viel wert gewesen wie die Werbung während des Superbowl gekostet habe.

Der Pilot der Rakete entpuppt sich im Werbespot als Richard Branson, der Mann, der hinter Steve Fossett und dem GlobalFlyer steht, der vergangene Woche nonstop die Erde umflog. Branson ist außerdem Gründer und Direktor der Virgin Group of Companies, die im Herbst letzten Jahres auch Virgin Galactic aus der Taufe hob, mit dem Ziel, in drei Jahren die ersten zahlenden Weltraumtouristen zu befördern. Das Design der Raumschiffe, deren erstes Enterprise heißen soll, geht wie auch der GlobalFlyer auf Flugzeugbauer Burt Rutan zurück. Das letzte Stück in diesem unternehmerischen Puzzlespiel: Volvos Kampagne lud dazu ein (bis zum 22. Februar und leider nur Amerikaner), sich für einen Virgin-Galactic-Flug einzutragen. 135.000 Teilnehmer nahmen am Preisausschreiben teil.

Volvo erhielt auch 1000 Vorbestellungen für den neuen Wagen. Der wird zwar auf der Erde bleiben, aber es beweist, dass der Weltraum zumindest in Amerika für Marketingzwecke gut zu gebrauchen ist. Der Gewinner des Raumfluges wird am 24. März auf einer Autoshow in New York bekannt gegeben.

(if - Quelle: Space.com)

 

 

 

__[ IMPRESSUM ]__________________________________________________

                                                 www.trekzone.de

TrekZone Network - Daily Trek

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 > Chefredaktion

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   + Henning Koonert (hk)

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   + Matthias Pfeiffer (mp)

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